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Kaffeevollautomaten Test

kaffeevollautomatObwohl Kaffee genau genommen nichts anderes ist als aromatisiertes und erwärmtes Wasser, trinken wir Deutschen im Durchschnitt mehr als 150 Liter pro Kopf und Jahr davon – Tendenz steigend. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass uns die Zubereitung von köstlichem Kaffee immer leichter gemacht wird. Und daran ist auch der Kaffeevollautomat nicht unerheblich beteiligt.

Musste man sich bis vor einigen Jahren noch mühsam mit Kaffeepulver und den Einweg-Papierfiltern herumschlagen, genügt es heute, von Zeit zu Zeit einfach eine Packung ganze Kaffeebohnen in den Automat einzufüllen und zum Herstellen eines frisch gebrühten Kaffees einen einzigen Knopf zu betätigen.

Der Kaffeeautomat macht also alles ganz von allein. Ein faszinierendes Stück Technik, das es inzwischen in vielen unterschiedlichen Varianten im Handel zu kaufen gibt. Um den für die persönlichen Wünsche und Anforderungen am besten passenden Kaffeevollautomaten zu finden, ist daher ein ausführlicher Test notwendig.

Die besten Kaffeevollautomat im Test 2016

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ModellDeLonghi ECAM 22.110.B KaffeevollautomatKrups EA8108 Kaffeevollautomat-CappuccinoPlus-DDeLonghi ESAM 3000.B Kaffeevollautomat
Preis

269,89 €

249,00 €

281,99 €

Bewertung
ModellECAM 22.110.BEA8108ESAM 3000.B
Leistung1450Watt1450Watt1350Watt
Kapazität Bohnenbehälter250g275g180g
Wasserbehälter1.8Liter1.8Liter1.8Liter
Milchaufschäumsystem
Milchaufschäumdüse
Einstellbare Kaffe- und Wassermenge
Einstellbare Kaffeetempereatur
Einstellbare Wasserhärte/Wasserfilter
Geeignet für Kaffeepulver
2-Tassen Funktion
Energiespar-Modus
Kaffeeauslauf höhenverstellbar86 mm bis 146 mm60 mm - 105 mm80 mm - 110 mm
Produktabmessung23,8 x 43 x 35,1 cm48 x 38,2 x 28,4 cm37,5 x 28,5 x 36 cm
Preis

269,89 €

249,00 €

281,99 €

DetailsJetzt kaufenDetailsJetzt kaufenDetailsJetzt kaufen

Die Technik: Wie arbeitet ein Kaffeevollautomat?

Viele Dinge laufen in unserem Leben mittlerweile vollautomatisch ab. Das Auto parkt von selbst ein, der Thermomix bereitet uns die Suppe automatisch zu – und der Kaffeevollautomat sorgt stets für frische Heißgetränke. Apropos Heißgetränke: Ein Kaffeevollautomat kann heute viele mehr als nur einfachen Kaffee zubereiten. Viele Modelle stellen eine solch große Auswahl verschiedener Getränke her, dass die Wahl manchmal schwer fällt.

kaffeevollautomatWomit wir schon beim ersten Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Kaffeemaschine und dem Kaffeevollautomaten wären. Der Automat bietet eine ganze Reihe verschiedener Funktionen, die weit über das reine Zubereiten von Kaffee hinausgehen. Und auch der Brühvorgang selbst läuft bei einem Kaffeevollautomaten gänzlich anders ab als bei der altbekannten Kaffeemaschine.

Werfen wir dafür einen Blick auf die Technik des Kaffeebrühens: Dass einfache Kaffeemaschinen teilweise schon für unter 10.- Euro im Handel erhältlich sind, verwundert angesichts der sehr simpel gehaltenen Technik nicht. Ein Wassertank, eine Heizvorrichtung für das Erwärmen des Wassers und eine Pumpe, die das heiße Wasser anschließend durch einen Filter befördert. Mehr ist nicht notwendig, um Kaffee aufzubrühen.

Allerdings gibt es hierbei ein Problem: Der Kaffee aus solchen Maschinen ist zwar genießbar, jedoch nicht von hoher Qualität. Ein Grund dafür ist die niedrige Durchflussgeschwindigkeit des Wassers. Dadurch nimmt das Wasser neben dem Röstgeschmack der Kaffeebohnen auch eine gewisse Menge und Bitter- und Gerbstoffen auf, durch die sich der Geschmack verschlechtert. Mit der Zeit erkannte man, dass der Kaffee immer besser wird, je schneller das Wasser durch das Kaffeepulver „geschossen“ wird.

Das Resultat dieser Überlegungen lässt sich heute in jedem Kaffeevollautomaten bewundern. Hier wird das Wasser zunächst erwärmt, dann unter starken Druck gesetzt und schließlich regelrecht durch den Kaffeesatz gepresst. Das Ergebnis: Er schmeckt aromatischer, weicher und einfach „runder“.

KaffeevollautomatUm dies zu ermöglichen, unterscheidet sich der technische Aufbau eines Kaffeevollautomaten in vielen Details von einer herkömmlichen Kaffeemaschine. Anstelle einer statischen Heizvorrichtung besitzt er eine Heizung, die wie ein Durchlauferhitzer arbeitet. Daran schließt sich dann die Pumpe an, welche den nötigen Wasserdruck erzeugt, mit dem das Wasser dann durch das Herzstück des Automaten gepresst werden kann – die Brühgruppe. In ihr finden das Wasser und der Kaffee unter optimalen Bedingungen zusammen und werden zu einem köstlichen Endprodukt vereint. Die Brühgruppe ist mit speziellen Düsen ausgestattet, die das Wasser so fein dosieren, dass es den optimalen Geschmack aus dem Kaffeepulver aufnimmt.

Wir haben also gelernt: Der Wasserdruck ist einer der wichtigsten Faktoren in einem Kaffeevollautomat und unterscheidet diesen gleichzeitig von einer herkömmlichen Kaffeemaschine. Er sollte idealerweise ca. 7,5 bis 9 bar in der Brühgruppe betragen. Allerdings ist dafür eine deutlich höhere Pumpenleistung erforderlich, da auf dem Weg durch die Leitungen zur Brühgruppe relativ viel Druck verloren geht. Faustregel: Für den erwähnten Druck in der Brühgruppe sollte der Pumpendruck mindestens 14-15 bar betragen. Dies ist übrigens ein Merkmal eines guten Kaffeevollautomaten – mehr dazu gleich.

Kaffeevollautomaten im Test: Woran Sie ein gutes Gerät erkennen

Im Handel finden sich heute die unterschiedlichsten Ausführungen von Kaffeevollautomaten. Die Preise beginnen bereits bei unter 100.- Euro und sind nach oben völlig offen. Es ist also kein Problem, auch mehrere tausend Euro für ein solches Gerät auszugeben. Doch nicht immer hängt die Qualität unmittelbar vom Preis ab. Daher haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt, an denen Sie einen guten Kaffeevollautomaten erkennen.

Die Ausstattung: Was sollte ein guter Kaffeevollautomat haben?

KaffeevollautomatDie Bezeichnung „Vollautomat“ impliziert, dass der Kaffee von diesem Gerät vollautomatisch hergestellt wird. Ein Knopfdruck genügt also. Um die Bedienung noch bequemer zu machen, verfügen heute viele Geräte über diverse Zusatzfeatures, z. B. ein integriertes Mahlwerk für ganze Kaffeebohnen oder Aufschäumvorrichtungen für Milch. Günstige Geräte besitzen diese Zusatzfunktionen in der Regel nicht, doch nicht immer dienen sie nur der reinen Bequemlichkeit. So schmeckt zum Beispiel der Kaffee aus frisch (im Gerät) gemahlenen Bohnen deutlich besser als aus bereits vom Hersteller gemahlenem Pulver.

Welche Ausstattung der Kaffeevollautomat mitbringen sollte, hängt ganz von Ihren Gewohnheiten ab. Wer ausschließlich normalen Bohnenkaffee trinkt, der braucht kein Gerät, das auch noch Cappuccino, Espresso und viele andere Getränkearten zubereiten kann. Auch ein Milchaufschäumer ist dann überflüssig. Einige Funktionen sollten aber in jedem Fall vorhanden sein, etwa eine Selbstreinigungsfunktion, die dem Benutzer viel Arbeit erspart.

Was kostet ein guter Kaffeevollautomat?

Kaffeevollautomaten gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen im Handel zu kaufen. Bei etwa 200.- Euro geht es los, nach oben hin sind die Preisgrenzen offen. Wer ein wirklich gutes Gerät erwerben möchte, sollte bereit sein, mindestens 500.- Euro auszugeben für einen Automaten, der keine besonderen Zusatzfunktionen besitzt. Wer die gesamte Palette an Heißgetränken zubereiten können möchte, der muss mit einem Preis von 750.- Euro und mehr rechnen.

KaffeevollautomatDoch nicht nur der Anschaffungspreis spielt beim Kauf eines Kaffeevollautomaten eine Rolle, sondern auch die Folgekosten. Hierbei handelt es sich sowohl um Kosten für den Kaffee selbst als auch um Kosten, die für die Wartung und Pflege des Gerätes entstehen. Da viele Vollautomaten über ein integriertes Mahlwerk verfügen, fallen die Kosten für den Kaffee bzw. die Kaffeebohnen nicht besonders ins Gewicht. Im Gegenteil: Oftmals gibt es ganze Kaffeebohnen zum besonders günstigen Preis im Handel zu kaufen. Gegenüber einer Kapselmaschine ergibt sich hier ein klarer Preisvorteil. Zum Vergleich: Mit dem teuren Kapseln kann eine Tasse Kaffee durchaus 50 Cent und mehr kosten.

Allerdings liegt der Wartungsaufwand bei einem Kaffeevollautomat etwas höher. Hält sich der Reinigungsaufwand noch in Grenzen (die meisten Kaffeevollautomaten besitzen inzwischen eine integrierte Reinigungsfunktion), wird es bei defekten Bauteilen oftmals recht teuer. Diese können nur durch einen Fachmann ausgebaut und ersetzt werden, und die Ersatzteilpreise sind durchaus gesalzen. Allerdings geht bei modernen Vollautomaten auch nur selten etwas kaputt.

Bedienung eines Kaffeevollautomaten

Schaut man sich die enorme Vielfalt an Funktionen an, die ein moderner Kaffeevollautomat besitzt, wird es vielen Interessenten Angst und Bange. Diesbezügliche Ängste sind jedoch in der Regel unbegründet, da fast alle Funktionen in einem modernen Gerät computer- und sensorgesteuert arbeiten. Somit genügt ein Knopfdruck, um das gewünschte Getränk herzustellen. Falls zusätzliche Zutaten (etwa Milch, Zucker etc.) benötigt werden, greift die Maschine von selbst auf die integrieren Vorräte zurück oder sagt explizit an, was wo nachgefüllt werden soll.

Wie werden Kaffeevollautomaten getestet?

Um einen Kaffeevollautomaten objektiv bewerten zu können, wird nach verschiedenen Kriterien getestet. Alle Kriterien zusammen ergeben dann die Gesamtnote im Test. Die verschiedenen Kriterien sind:

Geschmack

Als wichtigstes Kriterium im Test steht natürlich der Geschmack des Kaffees an erster Stelle. Und nicht nur das: Auch die möglichen Einstellungen hinsichtlich der Temperatur des Wassers sowie die Geschmeidigkeit des erzeugten Schaumes fließen mit in die Bewertung ein. Damit der Kaffeevollautomat objektiv beurteilt werden kann, werden bei sämtlichen getesteten Geräten die gleichen Kaffeesorten benutzt. Mit jedem Gerät werden mehrere Proben hergestellt, aus denen sich dann eine Gesamtnote für den Geschmack ergibt.

Ausstattung

Die Ausstattung des jeweiligen Gerätes wird ohne Berücksichtigung des Preises bewertet. Hier fließen Kriterien wie ein integriertes Mahlwerk, ein Milchaufschäumer usw. in das Testergebnis ein. Auch die Zahl der mit dem Gerät herstellbaren Kaffeesorten wird bewertet, ebenso die Anzahl der einstellbaren Temperaturwerte etc. Zudem fließen die Komfortextras in die Bewertung mit ein, zum Beispiel ein vorhandener Tassenwärmer, ein großes und leicht ablesbares Display sowie diverse Zubehörteile.

Bedienung

In punkto Bedienung wird bewertet, wie schnell und einfach die verschiedenen Kaffeesorten mit dem Gerät hergestellt werden können. Ist die Bedienung selbsterklärend, gibt das Pluspunkte. Auch die Bedienungsanleitung wird im Test genau unter die Lupe genommen. Ist sie kurz und einfach gehalten und beschreibt trotzdem alle Funktionen ausreichend genau?

Qualität / Verarbeitung

Was nützt Ihnen der bestausgestattete Kaffeevollautomat, wenn er schon nach kurzer Zeit defekt ist? Daher spielen Qualität und Verarbeitung im Test eine wichtige Rolle. Zwar wird das Gerät nicht über mehrere Monate getestet, die intensive Funktionsprüfung offenbart jedoch fast alle Mängel in der Qualität bzw. der Verarbeitung.

Design

Ein Design zu bewerten ist immer nur subjektiv möglich. Trotzdem fließt auch dieses Kriterium in das Testergebnis mit ein. Sieht der Kaffeevollautomat hochwertig und edel aus? Ist er modern gestaltet und fügt sich somit gut in die Küche ein? All diese Kriterien werden bewertet.

Reinigung & Wartung

Ein guter Kaffeevollautomat sollte einfach zu reinigen und zu warten sein. Daher werden auch diese Faktoren bewertet. Pluspunkte gibt es beispielsweise für eine integrierte Reinigungsfunktion und für leicht abnehmbare Teile, die zudem in der Spülmaschine gereinigt werden können.

Preis-Leistung

KaffeevollautomatGroßer Wert wird im Test auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis gelegt. Bietet der Kaffeevollautomat einen guten Gegenwert für den Kaufpreis? Ist er ausreichend ausgestattet und qualitativ hochwertig? Hält das Gerät, was der Hersteller verspricht? Können diese Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, erhält das Gerät eine gute Note im Kapitel „Preis-Leistung“.